Günter Naumann gehörte zu den bekannten deutschen Schauspielern, die vor allem durch Film- und Fernsehproduktionen der DDR einem großen Publikum bekannt wurden. Besonders seine Rollen in „Zur See“ und „Polizeiruf 110“ machten ihn zu einem vertrauten Gesicht im Fernsehen.
Der Schauspieler wurde am 17. November 1925 in Chemnitz geboren und starb am 6. November 2009 in Berlin. Seine Laufbahn führte ihn vom Theater über die DEFA bis zu zahlreichen Fernsehproduktionen. Auch nach der deutschen Wiedervereinigung blieb Günter Naumann als Schauspieler aktiv.
Wer war Günter Naumann?
Günter Naumann war ein deutscher Theater-, Film- und Fernsehschauspieler. Seine Karriere erstreckte sich über mehrere Jahrzehnte und umfasste sowohl klassische Theaterrollen als auch bekannte Fernsehfiguren.
Einen großen Teil seiner Bekanntheit erhielt er durch das DDR-Fernsehen. Dort spielte er häufig ernste, erfahrene und verantwortungsvolle Figuren.
Günter Naumann im Überblick
| Information | Angabe |
|---|---|
| Vollständiger Name | Günter Naumann |
| Geboren | 17. November 1925 |
| Geburtsort | Chemnitz |
| Beruf | Schauspieler |
| Gestorben | 6. November 2009 |
| Sterbeort | Berlin |
| Alter | 83 Jahre |
| Bekannte Produktionen | Zur See, Polizeiruf 110, Scharnhorst |
| Filmdebüt | Fünf Patronenhülsen |
Die DEFA-Stiftung dokumentiert ausführlich Naumanns beruflichen Weg und seine zahlreichen Filmrollen.
Günter Naumann: Jugend und Ausbildung
Bevor Günter Naumann Schauspieler wurde, verlief sein beruflicher Weg zunächst in eine völlig andere Richtung. Er absolvierte eine Ausbildung zum Betonbauer und begann anschließend ein Architekturstudium.
Dieses Studium konnte er nicht abschließen, weil er während des Zweiten Weltkriegs zur Wehrmacht eingezogen wurde. Nach Kriegsende befand er sich in Kriegsgefangenschaft.
Nach seiner Entlassung beschäftigte er sich zunächst mit Malerei. Schließlich entschied er sich für die Schauspielerei und studierte von 1950 bis 1953 in Leipzig. Noch 1953 begann er seine Arbeit an den Städtischen Bühnen in Chemnitz.
Wie begann die Karriere von Günter Naumann?
Bis 1957 arbeitete Günter Naumann am Theater in Chemnitz. Danach wechselte er zum Berliner Ensemble, einem der bedeutenden deutschsprachigen Theater seiner Zeit.
Dort machte er sich als Charakterdarsteller einen Namen. Neben seiner Arbeit auf der Bühne begann Naumann bald auch vor der Kamera zu stehen.
Sein Leinwanddebüt hatte er 1960 in Frank Beyers Film „Fünf Patronenhülsen“. Er spielte darin einen bulgarischen Freiheitskämpfer. In den folgenden Jahren wirkte er unter anderem in DEFA-Produktionen wie „Professor Mamlock“, „Der Fall Gleiwitz“ und „Die Abenteuer des Werner Holt“ mit.
1970 verabschiedete er sich weitgehend von der Theaterbühne und wechselte zum Ensemble des Deutschen Fernsehfunks der DDR.
Günter Naumann in „Zur See“
Eine seiner bekanntesten Rollen spielte Günter Naumann in der Fernsehserie „Zur See“. Die neunteilige Serie wurde 1977 im DDR-Fernsehen ausgestrahlt.
Naumann verkörperte den Chief, also den leitenden technischen Offizier des Schiffes. Seine Figur gehörte zur Besatzung eines Handelsschiffes und war ein wichtiger Bestandteil der Handlung.
Die Dreharbeiten fanden teilweise auf der „MS J. G. Fichte“ statt. Nach Angaben des NDR wurde bereits 1974 während einer Reise des Schiffes gedreht. Neben Naumann gehörte unter anderem Horst Drinda als Kapitän zur Besetzung.
„Zur See“ entwickelte sich zu einer der besonders bekannten Fernsehserien der DDR und wird bis heute mit Günter Naumann verbunden.
Günter Naumann bei „Polizeiruf 110“
Noch stärker prägte „Polizeiruf 110“ die spätere Karriere von Günter Naumann. In der bekannten Krimireihe spielte er Beck, zunächst als Hauptmann und später als Kommissar.
Die Rolle begleitete ihn über viele Jahre. Bemerkenswert ist, dass Naumann auch nach dem Ende der DDR weiterhin in der Reihe zu sehen war.
Bis 1997 blieb er als Kommissar Beck aktiv. Damit gehört diese Figur zu seinen wichtigsten und langlebigsten Fernsehrollen.
Günter Naumann: Filme und Serien
Günter Naumann arbeitete über Jahrzehnte für Film und Fernsehen. Seine Filmografie umfasst DEFA-Kinofilme, DDR-Fernsehproduktionen und spätere gesamtdeutsche Projekte.
Zu seinen bekannten Arbeiten gehören:
| Produktion | Zeitraum/Jahr | Bedeutung |
|---|---|---|
| Fünf Patronenhülsen | 1960 | Leinwanddebüt |
| Der Fall Gleiwitz | 1961 | DEFA-Film |
| Die Abenteuer des Werner Holt | 1964 | Kriegsdrama |
| Zur See | 1977 | Rolle als Chief |
| Scharnhorst | 1978 | Fernsehmehrteiler |
| Polizeiruf 110 | mehrere Jahre | Beck |
| Nikolaikirche | 1995 | Fernsehproduktion |
| Meer is nich | 2008 | eine seiner letzten Kinoarbeiten |
Eine umfangreiche Übersicht seiner Arbeiten bietet auch filmportal.de.
Günter Naumann privat, Tod und Vermächtnis
Über das Privatleben von Günter Naumann sind im Vergleich zu seiner Karriere nur wenige zuverlässig dokumentierte Informationen öffentlich verfügbar. Deshalb sollten Angaben zu Ehe, Kindern oder weiteren familiären Beziehungen nur verwendet werden, wenn sie durch belastbare Quellen bestätigt werden.
Günter Naumann starb am 6. November 2009 in Berlin im Alter von 83 Jahren. Filmportal nennt eine Herzerkrankung als Todesursache.
Sein Vermächtnis liegt vor allem in seiner umfangreichen Arbeit für Theater, Film und Fernsehen. Mit Rollen wie dem Chief in „Zur See“ und Beck in „Polizeiruf 110“ blieb er vielen Zuschauern besonders in Erinnerung.
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Häufige Fragen zu Günter Naumann
Wann wurde Günter Naumann geboren?
Günter Naumann wurde am 17. November 1925 in Chemnitz geboren.
Wann ist Günter Naumann gestorben?
Er starb am 6. November 2009 in Berlin. Er wurde 83 Jahre alt.
Welche Rolle spielte Günter Naumann in „Zur See“?
In „Zur See“ spielte Günter Naumann den Chief, den leitenden technischen Offizier des Handelsschiffes.
Wen spielte Günter Naumann bei „Polizeiruf 110“?
Er spielte Beck, zunächst als Hauptmann und später als Kommissar. Die Rolle behielt er bis zu seinem Ausstieg 1997.
Was war der erste Kinofilm von Günter Naumann?
Sein Leinwanddebüt hatte Günter Naumann 1960 in Frank Beyers Film „Fünf Patronenhülsen“.